Frieda ist auf dem Weg zu ihrem guten Freund, dem Dekan. Er wird von allen der „Barmherzige Pastor“ genannt. Frieda ist Religionslehrerin und zudem eine wahrhaft selbstlose Seele. Und ihre wahre Mission, die sie auch mit dem Barmherzigen Pastoren verbindet, ist ihre aufopfernde Hilfe für all die Armen, die Geflüchteten, die Minderbemittelten, die Kranken, und natürlich für alle, welche vom Richtigen Weg abgekommen sind. Nein, auf Abwege des Körperlichen ist sie mit dem Barmherzigen Pastoren nie geraten! Viel zu heilig ist ihnen beiden ihre Mission! Und es tut ihnen beiden auch unendlich weh, wenn sie wieder von anderen Glaubensgefährten hören, welche die Standhaftigkeit dem Teuflischen gegenüber verloren haben. Sie aber wissen, was ihre Hilfe für all die bedeutet, welche vom Richtigen Weg abgekommen sind, oder noch nicht einmal davon gehört haben. Ja, auch die meisten Geflüchteten wären bestimmt verloren ohne ihre selbstlose Hilfe! Und indem sie diesen zuerst einmal in weltlichen Bereichen helfen können, werden viele auch aufmerksam auf den Richtigen Weg, den ihnen die beiden so strahlend vorleben. Jetzt würde sie bald bei ihm sein, die nächste Strasse links …
... sie kann es fast nicht glauben, dass sie, während sie hingebungsvoll ihren frommen Gedanken nachgegangen ist, schon wieder die falsche Abzweigung genommen hat…
© Chandra Mäder
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